Ein Blick hinter die Kulissen …

Transparente Geschäftsmodelle und gläserne Organisationen oder gar internationale Großkonzerne sind eine Seltenheit. Gleiches gilt für den Zusammenhang zwischen politischem Einfluss und vernetzten „Seilschaften“. Umso spannender sind Einblick in die internen Funktionsweisen und Arbeitslogiken solcher ansonsten verschlossenen Systemen.

… von apple public relations

Ein gut recherchierter Artikel von Mark Gurman unter dem Titel „Seeing Through the Illusion: Understanding Apple’s Mastery of the Media“, veröffentlicht auf 9to5mac gibt einen sehr spannenden und seltenen Einblick in die PR Welt von apple, eine der zentralen Kernkompetenzen des Konzerns neben deren Hardware- und Software-Sparte.

…von Supermarkt-Ketten

Allgemein bekannt, aber trotzdem immer wieder verblüffend darüber zu lesen, sind die detaillierten sozialpsychologischen Überlegungen die von Supermarkt-Ketten angestellt werden, um ihre Waren zu präsentieren, anzuordnen und zu verkaufen. Welche Überlegungen dahinter stehen und worauf man als Kunde achten sollte, beschreibt Michael Y. Park im Artikel „How to Buy Food: The Psychology of the Supermarket“ des Magazins Bon Appétit.

… des CV – einer österreichischen Studentenverbindung

Eine ganz hervorragende Serie zum Thema Macht und Bünde wurde gerade vom Magazin paroli produziert und derzeit im der Standard erstpubliziert. Die sehr umfassende Recherche beschäftigt sich mit dem „Österreichischen Cartellverband“ (ÖCV) einer österreichischen Studentenverbindungen, deren Mitglieder durch „Lebensfreundschaften“ Einfluss in der ÖVP und somit in der österreichischen Regierung und Politik ausüben.

Im Zuge der Recherchen wurden rund 30.000 Personen aus Wirtschaft, Politik und dem universitären Betrieb mit dem Mitgliederverzeichnis des Österreichischen Cartellverbands abgeglichen. Die Recherche belegt, in welchen Bereichen der Gesellschaft Mitglieder aus dem Cartellverband konzentriert sind, und zeigt Machtstrukturen auf. Diese Ergebnisse wurden durch ausführliche Interviews mit Mitgliedern des Cartellverbands und außenstehenden Experten, die die Organisation von verschiedenen Standpunkten aus charakterisieren und ihre Mechanismen erklären, erweitert. Das Ergebnis dieser Recherchen ist die umfassendste mediale Aufarbeitung der Strukturen rund um den Österreichischen Cartellverband, die bisher von österreichischen Medien unternommen wurde. (zit. aus Teil 1)

Teil 1: Cato und Django. Der Cartellverband regiert

Teil 2: Wer aus der Kirche austritt der geht

Teil 3: ÖVP und CV. Die Geschichte einer Verflechtung

Teil 4: Ein Verein von Märtyrern

Teil 5: Macht und Mythos: Der Cartellverband an den Universitäten

Teil 6: Karrierenetzwerk CV: „Wir kennen uns, und wir helfen uns“

Die Studie zeichnet „die Konzentration von Mitgliedern aus Verbindungen des ÖCV in der österreichischen Gesellschaft“ nach.

 

 

[Update: Teil 4, 5 und 6 der Paroli Serie ergänzt]

#rp14

Vom 6. bis 8. Mai fand die medial vielbeachtete re:publica 14 Konferenz statt, die 2014 bereits zum dritten Mal durchgeführt wurde. Neben den zugegebenermaßen etwas skurril anmutenden Key-Note und „Botschafter“ David Hasselhoff, bot die Konferenz auch ein ganz ausgezeichnetes Dialogforum mit unterschiedlichen Settings und herausragenden Key-Note Speakern. Darüber hinaus ist es den Veranstaltern auch gelungen einen breit gefächerten Live-Stream einzurichten.

So hatte man – beispielsweise – die Möglichkeit Saskia Sassens Vortrag zum Thema Brutality and Complexity in the Global Economy zu verfolgen, was auch der Titel ihres neuen Buches ist.

Tolle Konferenz! Gratulation an das Veranstaltungsteam!

Wearables. The Future Trend?

Nachdem Smartphones und Tablets mittlerweile längst zu Mainstream Consumer Goods geworden sind, kann man davon ausgehen, dass die nächste „Technik-Revolution“ die einen breiteren Kundenmarkt ansprechen möchte, vor allem im Bereich wearables für Fitness und Health stattfinden wird.

So hat beispielsweise google in den vergangenen Jahren sein „google glass“ (früher: project glass) beworben oder Samsung vor wenigen Monaten seine smartwatch (angeblich trotz breiter Bewerbung ein veritabler Verkaufs-Flop) auf den Markt gebracht.

Jedoch nimmt auch abseits dieser öffentlichkeitswirksamen Projekte die Anzahl an wearable Produkten sukzessive zu. Produzenten sind dabei sowohl herkömmlich finanzierte als auch crowd-funded Startups. Nachfolgend eine kurze Liste in der die interessantesten Produkte verlinkt sind (Die Kategorie smartwatches, wie bspw. Pebble, Sony, Martian, I´m Watch, Cookoo, etc. wurde nicht berücksichtigt).

Fitbit Force (Review)

Jawbone Up24 (Review)

Fitbug Orb (Review)

Nike+ FuelBand SE (Review)

Withings Pulse (Review)

Misfit Shine (Review)

Central Standard Timing CST-01 (Review)

Telepathy One (Review)

Auf beispielsweise Kickstarter gibt es noch eine Fülle an bereits abgeschlossenen oder noch laufenden Projekten (z.B.: W/Me; MEMI; EMBRACE+; EMOTIV INSIGHT; etc.) Die hier verlinkten haben mit Ausnahme von CST-01 und Telepathy zumindest eine gewisse Marktreife erreicht.

Die Reihenfolge ist zufällig. Die verlinkten Reviews wurden zeitökonomisch erstellt und führen alle zu cnet; weitere Reviews finden sich im Internet wie Sand am Meer.

Die Liste wird laufend aktualisiert, sofern neue Produkte auf den Markt kommen. Ergänzungen und Vorschläge werden gerne berücksichtigt.

 

© Headerfoto „JayseHansen“ von Glogger (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Bluetooth Low Energy

Während NFC (Near Field Communication) mittlerweile auch in der breiteren Öffentlichkeit diskutiert wird, sich aber bislang noch nicht so recht durchgesetzt hat – mittlerweile rüsten jedoch die Banken Ihre Bankomatkarten damit aus –, wurde mit Bluetooth 4.0 auch Bluetooth Low Energie eingeführt. Anders als Bluetooth geht es bei der Low Energie Variante weniger um die Übertragungsgeschwindigkeit und –reichweite, sondern vielmehr um einen möglichst niedrigen Energieverbrauch.

„Bluetooth is a connection-oriented protocol designed to handle continuous streaming of data at relatively high speeds, making it well-suited to connecting wireless headsets to cell phones. While attempting to remain low power, most changes to the Bluetooth specification have concentrated on boosting the data rate. […]

Bluetooth Low Energy, in contrast, was designed from the beginning to be an ultra-low-power (ULP) protocol to service short range wireless devices that may need to run for months or even years on a single coin cell battery. Introduced in Bluetooth Version 4.0 (2010), Bluetooth Low Energy uses a simple stack that enables asynchronous communication with low-power devices, such as wireless sensors that send low volumes of data at infrequent intervals. Connections can be established quickly and released as soon as the data exchange is complete, minimizing PA on time and thus power consumption.“

Diese Ultra Low Power Kommunikationsmöglich scheint daher hohes Potenzial für vielen unterschiedliche Anwendungsbereiche, insbesondere aber im Zahlungsverkehr zu haben. Hier ein interessanter Artikel, aus dem auch obiges Zitat stammt, der Bluetooth Low Energie und dessen technische Seite gut erläutert und auch weiterführende Links enthält: Bluetooth Goes Ultra-Low-Power.

64-Bit in Mobile Devices

Apple präsentierte vor wenigen Wochen eine neue 64-Bit Umgebung (Prozessor und Software). Die Einführung hat zu einer sehr kontroversiellen Diskussion geführt und reichte inhaltlich von „Marketing-Gag“ bis hin zu „next Big Thing“.
In einem schon etwas älteren, aber sehr instruktiven und ausführlichen  Artikel, der anlässlich der Vorstellung der ARM 64-Bit Architektur erschien, werden die Vor- und Nachteile sowie Sinn und Unsinn dieses SoC ausgewogen dargelegt und erklärt (s. insb. S. 4): ARM Goes 64-bit

Update: Hier ein weiterer ausführlicher Artikel zum Thema: ARM64 and You