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Sonntag, 10. Juni 2007 Dünne, Jörg (2006); "Politisch-geographische Räume"Geschrieben von Christian Neugebauer inKommentar (1) | Trackback (1) In den folgenden sechs Texten die auf dieser Homepage zusammengefasst veröffentlicht (Ratzel, Braudel, Schnmitt, Arendt sowie Deleuze/Guattari) werden, wird das schon einmal behandelte Thema der Verhältnisse zwischen sozialen und physischen Räumen noch einmal aufgegriffen und um die spezielle Perspektive politischer Relationen erweitert. Wobei die Bezugsgröße „politische Relation“ nicht allein auf die Kategorie Staat zu reduzieren ist. Im Spannungsfeld zwischen Politik und Geographie geht es zum einen um die Frage wie politische Institutionen in geographischen Räumen verortet werden und zum anderen durch welche räumliche Rahmenbedingungen sie sich überhaupt erst konstituierbar machen.[1] Besonders zentral – und das betrifft vor allem auch spezielle Erkenntnisinteressen unseres Forschungsprojektes – ist die Frage „inwiefern der Ursprung politischen Handelns seit der Antike mit der Einnahme eines Territoriums verknüpft ist […].“[2] Sonntag, 10. Juni 2007 Bourdieu, Pierre (1989); "Sozialer Raum, symbolischer Raum"Geschrieben von Christian Neugebauer in RaumKommentare (0) | Trackbacks (0) Bourdieus Ansatz – und darauf baut seine wissenschaftliche Arbeit auf – ist zwar hinlänglich bekannt, aber trotzdem wird in einigen wenigen Sätzen darauf eingegangen. Die innerste Logik der sozialen Welt lässt sich nur fassen, wenn man in die „Besonderheit einer empirischen, in der Geschichte räumlich und zeitlich bestimmbaren Realität eindringt, aber nur um sie als ´besonderen Fall des Möglichen´ zu konstruieren, [...] also als Einzelfall in einem endlichen Universum von möglichen Konfigurationen.“[1] In dieser Aussage lässt sich zum einen Bourdieus grundsätzliches Paradigma erkennen und zum anderen schwingen hier auch schon die Grundzüge seines Raumverständnisses mit. Für Bourdieu dient die Analyse des sozialen Raumes immer dem Zweck das Invariante, somit die Struktur der beobachteten Variante zu erfassen. Die Struktur oder Prinzipien der Konstruktion des sozialen Raumes oder die Mechanismen der Reproduktion dieses Raumes lassen sich nur hervorbringen, wenn es gelingt räumliche Möglichkeiten (Varianten) als Modell mit dem Anspruch auf universelle Gültigkeit unterschiedlicher Kollektivgeschichten zu vergleichen. Wobei hiermit nicht nur unterschiedliche geschichtswissenschaftliche Zeitabschnitte gemeint sind, sondern vor allem auch kulturell unterschiedliche Räume.[1] Bourdieu, Pierre (1989): Sozialer Raum, symbolischer Raum. In: Dünne, Jörg / Günzel, Stephan (Hg.) (2006): Raumtheorie. Grundlagentexte aus Philosophie und Kulturwissenschaften. Suhrkamp: Frankfurt/Main, S. 354 Sonntag, 10. Juni 2007 Certeau, Michel de (1980); "Praktiken im Raum"Geschrieben von Christoph Clar in RaumKommentare (0) | Trackbacks (0) Gleich zu Beginn des vorliegenden Textextrakts aus Michel de Certeau’s Kunst des Handelns[1] stellt er die Frage, ob das Ende der durchkonzipierten Stadt ein Abbild der verfallenden Ratio nicht nur der Städteplaner, sondern der gesamten städtischen Bevölkerung ist!? Das impliziert natürlich die Annahme des gleichzeitigen (oder vorangehenden) Verfalls der diese Städte organisierenden Prozeduren. Um diesen Überlegungen auf den Grund zu gehen, plädiert Certeau für eine genaue Untersuchung dieser Praktiken, die sich immer mehr miteinander verbunden haben, in den Alltag der Menschen eingesickert sind, und so zunehmend von „den heute kopflosen Dispositiven und Diskursen der überwachenden Organisationen verborgen werden“[2]. Diese Herangehensweise wäre einerseits eine Möglichkeit, Foucault’s Analyse der Machtstrukturen fortzusetzen, oder aber ihr ein Gegenstück gegenüber zu stellen. Im Mittelpunkt stand bei ihm das Verhältnis zwischen den Prozeduren und dem Raum, je nach analysierter „Disziplin“ (Lehre, Gesundheitswesen, Justiz, Armee, etc.). „Aber welche Umgangsweise mit dem Raum (practiques de l’espace) entsprechen diesen einen disziplinären Raum erzeugenden Apparaten [...]?“[3] Erhöhte Relevanz erhält diese Frage bei Certeau aufgrund der Annahme, dass diese Raumpraktiken gesellschaftliches Leben, oder zumindest dessen Bedingungen, determinieren. Certeau erhofft sich aus der Betrachtung dieser Praktiken „zu einer Theorie der Alltagspraktiken, des Erfahrungsraumes und der unheimlichen Vertrautheit mit der Stadt“[4] zu kommen. Sonntag, 10. Juni 2007 Lefebvre, Henri (1974); "Die Produktion des Raums"Geschrieben von Christoph Clar in RaumKommentare (0) | Trackback (1) Lefebvre geht in seinem – hier vorliegenden – Text von der These aus, dass (sozialer) Raum ein (soziales) Produkt ist. Dieser entsprechend, beginnt er mit der Erläuterung einiger daraus folgender Implikationen 1. (Physischer) Naturraum ist und bleibt zwar das Ursprüngliche des sozialen Prozesses, Quelle und Rohstoff; er bleibt als Bildhintergrund bestehen, aber eben nur mehr als Bildhintergrund, der sich dem bewussten Denken entzieht. Er rückt auf Distanz, „verwandelt sich in eine Fiktion, in eine negative Utopie“[1]. Er stellt sich nur mehr als Rohstoff dar, auf den die Produktivkräfte verschiedener Gesellschaften eingewirkt haben. Ziel dieses Einwirkens war/ist die Produktion eines ihnen eigenen Raums. Somit ist der Naturraum entleert, geschwächt, besiegt. 2. Jede Gesellschaft produziert einen ihr eigenen Raum (mit ihrer eigenen Raumpraxis). Raum besteht in seiner jeweils eigenen Genese, seiner Form, mit seinen spezifischen Zeiten und seiner spezifischen Zeit; für jede Gesellschaft, genauer gesagt „jede Produktionsweise (mode de production), die bestimmte Produktionsverhältnisse (rapports de production) beinhaltet“[2]. |
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Dienstag, Januar 22 2008 Sassen, Saskia (2006); "Territory. Authority. Rights. From Medieval to Global Assemblages" Montag, Dezember 17 2007 Dear, Michael/ Wolch, Jennifer (Hrsg.) (1989); "The Power of Geography. How Territory Shapes Social Life" Montag, Dezember 10 2007 Dissertationsoutline für Präsentation Anfang Dezember 07 Montag, Dezember 10 2007 Vorläufige Vorgehensweise; Projektoutline November 2007 Sonntag, November 4 2007 Kategorien Mnemosyne Angesichts der umfangreichen Literatur stellte sich für uns das Problem wie wir logistisch den Überblick darüber bewahren sollten. Daher starteten wir ein Projekt mit dem Ziel eine webbasierte Datenbank zu erstellen. In Analogie zur griechischen Göttin der Erinnerungsgabe und Mutter der griechischen Musen nannten wir unsere vorläufig nicht öffentliche Literaturdatenbank: Verwaltung des Blogs Creative Commons Dieser Inhalt ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert. |