Bluetooth Low Energy

Während NFC (Near Field Communication) mittlerweile auch in der breiteren Öffentlichkeit diskutiert wird, sich aber bislang noch nicht so recht durchgesetzt hat – mittlerweile rüsten jedoch die Banken Ihre Bankomatkarten damit aus –, wurde mit Bluetooth 4.0 auch Bluetooth Low Energie eingeführt. Anders als Bluetooth geht es bei der Low Energie Variante weniger um die Übertragungsgeschwindigkeit und –reichweite, sondern vielmehr um einen möglichst niedrigen Energieverbrauch.

„Bluetooth is a connection-oriented protocol designed to handle continuous streaming of data at relatively high speeds, making it well-suited to connecting wireless headsets to cell phones. While attempting to remain low power, most changes to the Bluetooth specification have concentrated on boosting the data rate. […]

Bluetooth Low Energy, in contrast, was designed from the beginning to be an ultra-low-power (ULP) protocol to service short range wireless devices that may need to run for months or even years on a single coin cell battery. Introduced in Bluetooth Version 4.0 (2010), Bluetooth Low Energy uses a simple stack that enables asynchronous communication with low-power devices, such as wireless sensors that send low volumes of data at infrequent intervals. Connections can be established quickly and released as soon as the data exchange is complete, minimizing PA on time and thus power consumption.“

Diese Ultra Low Power Kommunikationsmöglich scheint daher hohes Potenzial für vielen unterschiedliche Anwendungsbereiche, insbesondere aber im Zahlungsverkehr zu haben. Hier ein interessanter Artikel, aus dem auch obiges Zitat stammt, der Bluetooth Low Energie und dessen technische Seite gut erläutert und auch weiterführende Links enthält: Bluetooth Goes Ultra-Low-Power.

Europa: Wer ist drinnen und wer ist draußen?

An den EU Außengrenzen herrscht ´Krieg´; das zeigt sich immer wieder an den katastrophalen Tragödien die sich in regelmäßigen Abständen ereignen und hunderten Menschen das Leben kosten.

Neben vielen fragwürdigen Zuständen, die in der Öffentlichkeit kaum bekannt und noch weniger in den Medien diskutiert werden (bspw. die Rolle von Frontex; die Zustände in den Auffanglager; der Asylantrag ist nur nach einer illegalen Einreise möglich, etc.), ist es vor allem immer auch eine Frage wer ist drinnen und wer ist draußen. Es geht um Inklusion und Exklusion.

Hier zwei interessante Zugänge zur Thematik:

Die aktuelle Ausgabe der politikwissenschaftlichen Zeitschrift polar beschäftigt sich mit vielfältigen Aspekten zu Fragen der Inklusion und Exklusion und unter anderem auch mit politischen Fragen im Kontext der „Festung Europa“. Hier der Klappentext zur Ausgabe polar 15: Grenzen Drinnen/Draußen:

Mit dem sozialen Gefälle wachsen auch die Grenzzäune – nicht nur zwischen einzelnen Ländern und Regionen, sondern auch innerhalb der Gesellschaften selbst. Häuserzeilen und ganze Stadtviertel verschwinden hinter Mauern und Alarmanlagen – sie werden zu Gated Communities. Türsteher verweigern den Zugang zu exklusiven Räumen, Clubs und Netzwerke versprechen Vorteile für abstiegsgeängstigte Aufsteiger. Wer drin ist, schließt die Tür hinter sich ab! Wie könnte demgegenüber eine neue Politik der Inklusion aussehen? An welchen Orten, durch welche Institutionen kommt die Gesellschaft zusammen? polar 15 wirft einen Blick auf die Grenzpolitik in Europa und den USA, aber auch auf die unzähligen „Illegalen“, die inkognito unter uns leben. Ein Heft über die Desolidarisierung der Mitte und den Verlust des öffentlichen Raums, über die Chancen der Inklusion und den Abbau von Blockaden, über die neuen Grenzen in und um Europa, über Grenzverwischungen und geschützte Räume, die nach Grenzziehung verlangen.

 

Die österreichische Künstlergruppe gold extra hat sich bereits 2010 auf unkonventionelle Art und Weise (zumindest für diese Thematik) dem Thema „Festung Europa“ gewidmet. In dem realistischen Computerspiel frontiers schlüpft man als Spieler in die Rolle eines Flüchtlings (oder der Grenzpolizei) an der EU Außengrenze und hat so die Möglichkeit einen Eindruck von den Zuständen zu gewinnen.

Das Spiel ist Teil der Dauerausstellung „World of Games“ im Medienmuseum ZKM in Karlsruhe und wurde mittlerweile vom österreichischen Kulturministerium ausgezeichnet.

Badiou über die Frage: Wie erneuert sich eine Gesellschaft?

Die jüngste Wirtschafts- und vor allem Finanzkrise hat den westlichen Demokratien ihre Grenzen und wunden Punkte vor Augen geführt. Für viele hat sich gezeigt, dass das gegenwärtige System verändert, umgestaltet oder zumindest angepasst und adaptiert werden muss.

Offen blieb und bleibt jedoch die spannende Frage wie und was sollte verändert werden? Wo soll man ansetzten oder wie kann man aus der Ohnmacht entrinnen, die man als Teil einer beteiligten und interessierten Zivilgesellschaft empfindet, ohne sich vollends von politischen und gesellschaftlichen Fragen abzuwenden.

Alain Badiou, französischer Philosoph und Professor an der European Graduate School EGS, beschäftigt sich mit unter mit diesen Fragen und hat seinen alternativen Denkansatz in dem Artikel

„Affirmative Dialectics: from Logic to Anthropology“

(The International Journal of Badiou Studies, Vol. 2, Nr. 1, 2013) zusammengefasst.

Für Badiou geht es um die Wahrnehmung von Möglichkeitsereignissen die er „events“ nennt. Die Schwierigkeit besteht darin, solche zu erkennen und mit der Zeit auch deren Wirksamkeit wahrzunehmen.

Er wendet sich in seinem Denken gegen ein klassisches Verständnis von Revolution und propagiert die Erneuerung aus dem Bestehenden ohne in ein orthodoxes Schema der Ablehnung/Beführwortung des herrschenden Systems zu verfallen.

Nach der Lektüre des Textes bleiben aus meiner Sicht viele Fragen offen, jedoch bietet Badiou einen interessanten Zugang, um sich den oben aufgeworfenen Fragen anzunähern.


© Headerfoto von Siren-Com (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0 oder GFDL], via Wikimedia Commons

A Machiavellian Guide to Destroying Public Universities in 12 Easy Steps

Sehr gut zusammengefasste Darstellung der gegenwärtigen Misere an öffentlichen Universitäten:

A Machiavellian Guide to Destroying Public Universities in 12 Easy Steps – The Conversation – The Chronicle of Higher Education

Als Universitätsangehöriger kann ich nur sagen, es funktioniert.

 


© Headerfoto von José Luiz Bernardes Ribeiro / CC-BY-SA-3.0, via Wikimedia Commons

64-Bit in Mobile Devices

Apple präsentierte vor wenigen Wochen eine neue 64-Bit Umgebung (Prozessor und Software). Die Einführung hat zu einer sehr kontroversiellen Diskussion geführt und reichte inhaltlich von „Marketing-Gag“ bis hin zu „next Big Thing“.
In einem schon etwas älteren, aber sehr instruktiven und ausführlichen  Artikel, der anlässlich der Vorstellung der ARM 64-Bit Architektur erschien, werden die Vor- und Nachteile sowie Sinn und Unsinn dieses SoC ausgewogen dargelegt und erklärt (s. insb. S. 4): ARM Goes 64-bit

Update: Hier ein weiterer ausführlicher Artikel zum Thema: ARM64 and You